Vor 47 Jahren, am 11. September 1973, putschte in Chile das Militär gegen den Präsidenten Salvador Allende. Dessen linkes Bündnis, die Unidad Popular, hatte 1970 die Wahlen für sich gewonnen. In den folgenden drei Jahren wurden Löhne erhöht, die Mieten und Preise für wichtige Grundbedarfsmittel gesenkt, Schulbildung und Gesundheitsversorgung wurden kostenfrei und die Verstaatlichung und Nationalisierung u.a. des Bergbaus, der Textilindustrie und des Bankenwesens initiiert. Die wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes lagen damit erstmals in chilenischer Hand. Zuvor befand sich der Großteil der Industrie in ausländischem Besitz, so auch die für Chile so wichtige Kupferindustrie, die bis dahin zur Hälfte von US-amerikanischen Unternehmen kontrolliert wurde.

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