Es mag mehr als einen Grund für Herrn Putins versöhnliche Gesten geben, der Hauptfaktor scheint die Wirtschaft zu sein, besonders die finanziellen Interessen der mächtigen Oligarchen, die weitgehend integriert sind in die finanziellen Netzwerke und Institutionen des Westens, und die daher bedroht sind durch wirtschaftliche Sanktionen und geopolitische Turbulenzen.

Immer, wenn du denkst, das Niveau in der Berichterstattung über Russland lässt sich eigentlich nicht mehr unterbieten, kommt die ARD daher und beweist das Gegenteil. In den Tagesthemen vom 27. Juni bewies Jochen Leufgens, dass der Raum nach unten bisher noch nicht ausgelotet war. Ich will es mal ganz deutlich sagen: Der Journalismus der ARD ist seine 17,50 im Monat nicht wert. Auch keine 2,80. Auch nicht weniger. Der öffentlich-rechtliche Journalismus in Deutschland ist grottenschlecht, man möchte ihn nicht einmal geschenkt.

Medienberichten zufolge soll das Pentagon mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar für die Ausbildung von Soldaten für die Kampfführung in bebautem Gelände sowie in Katakomben und Tunneln ausgeben. Russische Experten haben im Interview mit dem TV-Sender RT erläutert, gegen welches Land diese Einsetze gerichtet sein könnten.

Schon bei der Unterzeichnung der Vereinbarung über einen Europäischen Militärpakt PESCO (Permanent Structured Cooperation) jubilierte die Bundes“Verteidigungs“Ministerin Ursula von der Leyen am 13.11.2017, dies sei ein Meilenstein auf dem Weg zur EU-„Verteidigungs“Union.....Man findet in der zitierten Quelle auch diesen Satz: „Neun Länder (Deutschland, Frankreich, Dänemark, Belgien, Großbritannien, Spanien, Niederlande, Estland, Portugal) zeichnen in Luxemburg am Rande des Arbeitstreffens der Verteidigungs- und Außenminister die europäische Interventionsinitiative.“

Geschichte wird abhängig von Sichtweisen, Überzeugungen und Einflüssen des Zeitgeistes geschrieben, solange noch Zeitzeugen am Leben sind, die über eine gewichtige Stimme verfügen und von den entscheidenden Geschichtsschreibern gehört werden. Sind die Zeitzeugen verstummt, wird die Geschichte fortgeschrieben und entwickelt sich nicht selten zu Legenden der Sieger. So kann es schon mal vorkommen, dass die US-Amerikaner von jenen für die Befreier von Auschwitz gehalten werden, denen schon von Kindheit an beigebracht wurde, dass demnächst „der Russe“ wieder vor der Tür stünde.

In Russland findet zur Zeit die Fußballweltmeisterschaft 2018 statt. Bei der letzten Fußballeuropameisterschaft in Frankreich (2016) wurden russische Hooligans in den westlichen Medien als riesiges Problem inszeniert. Insbesondere aus Marseille wurden Gewaltszenen gemeldet. Bei der aktuellen Fußball-WM im Herkunftsland dieser russischen Hooligans hört man allerdings nichts von Hooliganproblemen.

Der Ton macht bekanntlich die Musik. Trumps harsche Ausdrucksweise im Kontext seiner unverkennbar deutlich spürbaren Politik trägt längst Früchte einer zunehmenden Verrohung weit über die Grenzen der USA hinaus. Als Zeichen einer sich wiederholenden Ära des Nationalismus, wer nicht die Augen vor sich anbahnender Realität verschließt. Der Whistleblower und ehemalige CIA-Mitarbeiter Edward Snowden stellte sich kürzlich im Interview mit der SZ den Fragen, die ihn per Überschrift zitiert: „Er hatte nie vor, hier zu sein.“

Nachdem Nordkorea Japan in seinen diplomatischen Bemühungen gegenüber seinen Nachbarn und regionalen Mächten eingefroren hat, bringen japanische Regierungsvertreter insbesondere im Militär ihre wachsende Besorgnis über die US-Nordkorea-Diplomatie zum Ausdruck.

Die NATO - Ein Bündnis aus unabhängigen und freien Staaten? Was verbirgt sich wirklich hinter den vier Buchstaben? In unserer Rubrik „Geschwätz von gestern“ werfen wir einen kleinen Blick auf die Entstehung des Militärbündnisses und legen dabei unseren Fokus auf die Rolle der USA. Die USA zahlen 75 Prozent der Gesamtausgaben der NATO und haben dadurch eine entsprechende Entscheidungsgewalt.

Die TAZ druckt regelmäßig ganzseitige Bundeswehr-Propaganda ab. Diesen Verrat an ihren einst antimilitaristischen Positionen lässt sie sich immerhin von Frau von der Leyen gut bezahlen. Die "Jungle World" dagegen druckt kostenlos ganzseitige Werbung für die Wiedereinführung der „Wehrpflicht“ ab und zahlt dafür auch noch Zeilengeld. Der am 14. Juni 2018 in der Jungle World 24 abgedruckte Artikel „Zu den Waffen, Genossen“ von Lena Rackwitz ist nicht als Witz gemeint, sondern blutiger Ernst. Die Autorin fordert eine „Volksbewaffnung“ und die „Wiedereinführung der Wehrpflicht“.

Mit dem Gezeter gegen Einwanderer und Flüchtlinge wird vergessen, dass Deutschland zugleich vor allem auch ein Land der Auswanderer ist.....Und übrigens: Wer so sehr gegen Einwanderung von Schutzbedürftigen ist, dürfte dann ja eigentlich auch nichts dagegen haben, wenn deutsche Auswanderer aus ihren neuen Heimatstaaten rausgeworfen würden.
Letzte Aktualisierung am 30.06.2018 23:45

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