Das erste Mal seit zehn Jahren war der neurechte Antaios-Verlag wieder auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Im Vorfeld bot die Messeleitung uns, der Amadeu Antonio Stiftung, einen Stand direkt gegenüber des rechten Verlags an, um den Rassisten nicht unwidersprochen den Raum zu überlassen. Die Strategie der Neuen Rechten und der „Identitären Bewegung“ ist es, sich bei allem als Opfer und gleichzeitig als Gewinner darzustellen, ganz gleich, ob dies der Wirklichkeit entspricht. So auch auf der Frankfurter Buchmesse. Da wir der Neuen Rechten nicht die Deutungshoheit überlassen wollen, hier nun unsere Einschätzung der Messetage.

Die Berichterstattung um die Frankfurter Buchmesse mit rund 7.000 Ausstellenden aus der ganzen Welt, dreht sich zu großen Teilen um den einen kleinen Stand der sogenannten "neuen Rechten". Von rechts ist man sich noch nicht ganz sicher, ob man triumphiert hat oder vielmehr Märtyrer der Meinungsfreiheit ist. Am Ende ist es aber egal: Die Öffentlichkeit, die sie wollten, haben sie bekommen.

Wir haben für Sie eine Auswahl an Beratungsstellen, Gruppen und Kampagnen zusammengestellt, die sich für unsere Zivilgesellschaft und gegen Rassismus und Rechtsextremismus engagieren. Wenn Sie noch eine Initiative empfehlen wollen, schicken Sie uns eine Email und wir ergänzen die Liste.

Wir haben für Sie eine Auswahl an Beratungsstellen, Gruppen und Kampagnen zusammengestellt, die sich für unsere Zivilgesellschaft und gegen Rassismus und Rechtsextremismus engagieren. Wenn Sie noch eine Initiative empfehlen wollen, schicken Sie uns eine Email und wir ergänzen die Liste.

 

Bayern

| Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Zahl der antisemitischen Straftaten gestiegen +++ Israelischer Botschafter warnt vor AfD-Einzug in Bundestag +++ Wahlsieg der AfD schockiert Holocaust-Überlebende: „Wir haben einen Feind in Deutschland“ +++ Warum reagiert die Justiz bei "frecher Jude" nicht? +++ Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller kommt doch nicht auf Antisemitismus-Liste, hat aber ein Problem in der eigenen Partei +++ Bundesregierung beschließt einheitliche Antisemitismus-Definition +++ Frankfurt will keine Israel-Boykotteure dulden +++ Zielgruppe: "Judenhasser" +++ Zum Antisemitismus in der deutschen Linken +++ Beratungsstelle für Opfer von Antisemitismus und Rassismus in Düsseldorf eröffnet +++ Polen: Sorge über Antisemitismus +++ Antisemitische Rufe nach dem Derby von Offenbach und FSV Frankfurt

Spanferkelkopf vor Moschee in Niedersachsen abgelegt +++ Murrhardt (Baden-Württemberg): Moschee mit islamfeindlichen Schriftzügen besprüht +++ Bremer Moschee mit Parolen und Böller beschädigt +++ 47 islamfeindliche Straftaten in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr 2017 +++ Bundestagswahlkampf: "Das Vertrauen der Muslime ist geschmolzen" +++ "Als Moslem in Sachsen - das ist kein Spaß" +++ Brandanschlag auf Moschee in Örebro (Schweden) +++ Islamfeindlichkeit im österreichischen Wahlkampf +++ Weniger Verurteilungen wegen Islamfeindlichkeit in der Schweiz – trotzdem sieht der Bund schwarz

Vor fünf Jahren suchten die religiösen Siedler Myron Joshua und Shaul Judelman den palästinensischen Aktivisten Ali Abu Awwad auf. Er ist auf zu vielen Beerdigungen gewesen, erklärt Rabbi Judelmann und fügt an, dass er überzeugt ist, dass diejenigen, die vor Ort leben, zur Lösung des Konflikts einiges mehr beitragen können, als diejenigen, die nur darüber reden. Aus der Begegnung mit Ali auf dessen Hof entwuchs die lokale Initiative Roots zur interreligiösen Verständigung zwischen den Bewohnern des Siedlungsblocks Gush Ezion und deren palästinensischen Nachbarn.

 

Heinz-Christian Strache ist seit 12 Jahren Chef der FPÖ. Der Rechtspopulist war als junger Mann im militanten Neonazi-Milieu aktiv und wurde in diesem Zusammenhang sogar zwei Mal festgenommen. Er könnte nach der Parlamentswahl am 15. Oktober als Vizekanzler in der österreichischen Regierung sitzen.

Die AfD im Wahlkampf +++ Der Wahlerfolg der AfD bei der Bundestagswahl +++ Rücktritte und Spaltungen +++ Die AfD- Fraktion im Bundestag +++ Die AfD in den Ländern +++ Rechtspopulismus und die Justiz +++ Pegida & Co +++ Rechtspopulismus international +++ Analysen

Dass die AfD in den vergangenen zwei Jahren hartnäckig versuchte, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben, dürften selbst in der Partei die Wenigsten bestreiten. Gezielte Provokation gehört zur Strategie der Partei. Es ist ihr Instrument, um ihre Anhängerschaft zu erweitern und zu mobilisieren. Über mindestens vier Jahre hat die AfD nun eine öffentliche Bühne und gesteigerte Aufmerksamkeit für ihren rassistischen Diskurs. Besonders werden das diejenigen spüren, die schon jetzt in ihrem Alltag mit Rassismus konfrontiert sind.

 

Rechtsextremismus und die AfD +++ Rechtsextremer Terror +++ Rechtsextreme Parteien +++ Prozesse +++ Reichsbürger +++ Rechtsextreme und Fußball +++ Rechtsrock und mehr

In Sachsen für Demokratie engagiert zu sein, braucht Unterstützung und Förderung. Deshalb wird jährlich im November der Sächsische Förderpreis für Demokratie vergeben. Im Jahr 2017 sind sechs Initiativen dafür nominiert. Sie engagieren sich für Geflüchtete, beraten bei Homo- und Transfeindlichkeit, machen Theaterprojekte, oder Helfen mit Herz.

 

Von der Amadeu Antonio Stiftung

Überblick über die Bundestagswahl im Netz +++ Fake News: Twitter-Video soll angeblichen “Deutschen-Hass” von Migrant_innen belegen +++ Gegen-Engagement: Social-Media-Kampagne „Frauen* gegen die AfD“; Bundesverband deutscher Pressesprecher engagiert sich gegen Hass im Netz; Greenpeace Österreich veröffentlicht Forderungskatalog für das Internet +++ Prozess um Neonazi-Portal „Altermedia“ +++ Neue Broschüre “Toxische Narrative” analysiert gängigsten Online-Narrative von Hass-Kommentaren +++ “Im Fernsehen sieht man doc

Viele homofeindliche Übergriffe in Berlin +++ “Demo für alle” auf Deutschlandtour +++ Der fundamentalistische “Marsch für das Leben” in Berlin +++ AfD: Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben ist Vorbote der "Kinder-Ehe" +++ Homo- und Transfeindlichkeit an der Uni +++ Kritik an Lehrer-Studie zu sexueller Orientierung +++ Schwule sollen sich beim Oktoberfest “zurückhalten” +++ Kampf gegen diskriminierende Werbung in Berlin Kreuzberg +++ Sexismus im Beruf +++ Homofeindlichkeit und Sexismus im Fußball +++ Homo- und Transfeindlichkeit in Ägypten

September 2017: Kurdische Moschee in Pforzheim verwüstet +++ Berlin-Zehlendorf: Schüsse aus Auto auf Flüchtlingsunterkunft in Dahlem +++ Stendal: Rechtsextreme stören Opferfest +++ Berlin: Teenager schreien vor Flüchtlingsheim volksverhetzende Parolen +++ Mindelheim: Steine gegen Asylbewerberheim +++ Dortmund: 16-Jähriger rassistisch bepöbelt und von Bahnsteig geworfen.

Die AfD sitzt im Bundestag, das wird eine Herausforderung für alle Demokraten und Demokratinnen. Aber es gibt so viel wichtigeres zu tun, als nur auf die rechtspopulistischen Menschenfeinde zu schauen. Kolumne von Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung.

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